EXODUS 38 EXODUS 38 Michael Marrak

Erschienen: 22. September 2018

110 Seiten

Preis: 13,90 € 
Ausland: (zuzüglich Versand)

Lieferbar!

ISSN 1860-675X

13.90 €
auf Lager: 107
Menge:

 

EXODUS 38 
 ... erscheint exklusiv zum 14. Elstercon 2018 in Leipzig!

 

Science-Fiction-Stories in deutscher Erstveröffentlichung

 

LITERARISCHER Inhalt:

Stories

 

Lyrik · Section

 

Essay

 

GRAFISCHER Inhalt:

In unserer »GALERIE« – MICHAEL MARRAK
eine ausführliche Werkschau der phantastischen Kunst des bekannten Autors und Grafikers
mit einem Leitartikel von

  • Udo Klotz: »Erzählende Bilder und bildgewaltige Erzählungen«

COVER (& Backcover)

Michael Marrak: »Neutron« & »Die Stadt der Klage«

 

Comics & Karikaturen

  • Kostas Koufogiorgos: »KuFoMIKS«
    neue Episoden: »Der Dritte Weltkrieg« und »Robot Megalodon«

 

Norbert Stöbe: »Der Wächter«

Frank Neugebauer: »Auferstehung des Fleisches«

Uwe Post: »Die Borussia-Eskalation«

Thomas Kolbe: »Greifen Sie zu!«

Angela & Karlheinz Steinmüller: »Begegnung im Terminal oder Das dritte Photon«

Christian Endres: »Mundtot«

Olaf Kemmler: »Wie man Liebe sichtbar macht«

Wolf Welling: »Osmose«

Herbert W. Franke: »Das tellurische Kabinett«

Adrian J Walker: »Der Käfig«

 

Albert Einstein: Zitat

Christian Morgenstern: »Das große Lalula«

Bernd Karwath: »Prähistorischer Wald«

Overall Rating (0)

0 out of 5 stars

Personen in dieser Konversation

  • Arnold Spree

    Die neoliberale Doktrin des unendlichen Wirtschaftswachstums und die damit implizierten Folgen, nämlich ungleiche Wohlstandsverteilung der komplexen und arbeitsteiligen Ökonomie, sind das Kernproblem der Migrationswellen. Die westliche Welt, mit einem Anteil von rund 15 % an der Weltpopulation, verbraucht rund 40 % der Ressourcen. Nun erreichen erstmals einige Konsequenzen unserer globalisierten Wirtschaftsweise europäischen Boden, und nun beschweren wir uns darüber, dass die Opfer uns mit den Folgen unserer Untaten in unserem eigenen Lebensbereich behelligen. Zu kurz greift das Denken, Mauern und Isolation könnten Frieden und Wohlstand für jeden bringen. Der Wohlstand muss die »Dritte Welt« erreichen, damit diese Länder politisch stabil werden.

  • Ohne auf die neuerliche Tirade des Herrn Biergans eingehen zu wollen (Trolle sollte man nicht füttern), dennoch noch einmal die Klarstellung zum Thema "Flüchtlinge" und Zuwanderer in Sachsen. Zuwanderer sind gemäß den Definitionen der Polizeilichen Kriminalstatistike Asylbewerber, anerkannte Flüchtlinge, Geduldete und Kontingentflüchtlinge, also genau jener Personenkreis, der in den Medien unter dem irreführenden Begriff "Flüchtlinge" subsumiert wird. Herr Biergans versucht also ein weiteres Mal, den Leser zu täuschen, indem er hier einen Unterschied herbeihalluziniert. Nachlesen kann man die von mir genannten Zahlen unter folgendem Link: https://s3.kleine-anfragen.de/ka-prod/sn/6/12855.pdf

  • Jede Form von Literatur ist ja per se politisch – aber „Wie politisch ist die deutsche Science Fiction?“ … Unter dieses Motto stellen René Moreau und Heinz Wipperfürth ihr Editorial in der Ausgabe 38 von EXODUS. Offenbar hatte das Magazin für „Science Fiction Stories & phantastische Grafik“ Klärungsbedarf, nachdem man sich dort mit einer von Dirk Alt eingereichten Geschichte allzu schwer tat. Das Heft ist im September 2018 ohne diese Story aber dafür mit einem von Alt zusammengestellten, zehnseitigen Themenschwerpunkt erschienen, in dem sich gleich neun Genre-Autoren zur Frage „Wie politisch ist die deutsche Science Fiction?“ äußern. Nachdem Andreas Brandhorst, Thorsten Küper, Wolf Welling, Michael K. Iwoleit, Thomas Franke, Dirk van den Boom, Frank Neugebauer, Frank Hebben und Uwe Post ihre Meinungen kundgetan haben, folgen noch zwei Essays von Heidrun Jänchen und Frank W. Haubold, die zwei sehr gegensätzliche Positionen zur derzeit aktuellen „Zuwanderungsdebatte“ vertreten. Nach diesem Parforce-Ritt hätte die nun politisch weitergebildete Leserschaft sich dann doch gewünscht, die Geschichte von Dirk Alt in irgendeiner Form selbst bewerten zu können (und sei es als Beilage, die man dann ja auch wegwerfen kann). Vielleicht … eine Anregung? Weiter mit der aktuellen EXODUS: Die ersten 94 Seiten bieten die gewohnt hervorragende Mischung aus Geschichten (Norbert Stöbbe, Angela & Karlheinz Steinmüller, Christian Endres und Herbert W. Franke) und Illustrationen (Lothar Bauer, Michael Vogt, Hubert Schweizer), ergänzt durch Comics, Karikaturen und der „Lyrik-Section“. Der Umschlag und die Galerie zeigen Bilder von Allround-Genie Michael Marrak, das Udo Klotz in einem Artikel ausführlich vorstellt und lobpreist. Insgesamt ein rundum gelungenes Heft, das zudem reichlich Gesprächsstoff bietet – mehr also als nur »business as usual«.

    Soweit der Auszug aus dem aktuellen TEMPORAMORES-Newsletter Nr. 293/2018

  • Achim Biergans

    Eine große Debatte über Menschen wie Herrn Haubold und seine Positionen erscheint mir nach wie vor wenig sinnvoll, zumal ihm und seinem Denken sowieso schon viel zu viel Platz eingeräumt wird. Zu beurteilen wer die „unappetitlichen“ Positionen vertritt, an „Realitätsverlust“ leidet und sich nicht mit den „Fakten“ des Anderen auseinandersetzt, überlasse ich getrost dem geneigten Leser. Nicht neu ist auf jeden Fall, dass es der Rechten und besonders der extremen Rechten leider schon immer gelungen ist, ihre „Wahrheiten“ so undifferenziert, verfälschend und vereinfachend darzustellen, das sie auch noch dem letzten Dummkopf ihre hetzerische Propaganda mundgerecht eintrichtern können.
    Im Tenor meines ausführlichen Leserbriefs ging es natürlich um Moral, aber eine universelle Moral die sich an Kategorein von Menschlichkeit knüpft und hiervon scheint mir der Herr Haubold wenig verstanden zu haben oder verstehen zu wollen.
    Nebenbei bemerkt leitet sich die in meinem Leserbrief erwähnte Zahl zur Flüchtlingsaufnahme in Sachsen aus einem Artikel im Fokus ab. Das hier eine Lüge unterstellt wird, indem man die Zahl der Zuwanderer – nicht die der Flüchtlinge - anführt, ist ein weiteres trauriges Beispiel für den Versuch Tatsachen bewusst zu verdrehen. Allerspätestens entlarvend ist aber, wenn dann streng moralisierend versucht wird, die Deutschen/Vertriebenen als Opfer des „2. Weltkriegs“ zu stilisieren. Wenn schon dann doch wohl eher „Opfer“ einer von den Deutschen selbst gewählten Nazidiktatur und deren Vernichtungskrieg vor allem gegen Ost- und Südosteuropa. Spätestens hier dürfte ein jeder erkennen, welcher Ecke solches Gedankengut entsprungen ist und wer sich wohl am Denken und Handeln der „braunen Sozialisten“ orientiert. So viel Geschichtsvergessenheit ist nur schwer erträglich.
    Das Verstehen von Zusammenhängen und die Berücksichtigung von Ursache und Wirkung, scheint mir sowieso nicht unbedingt im Interesse oder den Fähigkeiten von Personen, wie der Genannten, zu liegen.
    Abschließend noch ein Gedanke: diese Selbststilisierung als armes Opfer, als beschützenswertes Schäfchen (in dem doch eigentlich etwas ganz anderes steckt), die ihren Ausdruck im permanenten Jammern und Heulen (von Pegida, der AfD, …) darüber findet, dass man mundtot gemacht werden solle, kann man nur als heuchlerisch empfinden. Denn gleichzeitig erhält und nutzt man in allen Medien, Formaten und nun leider auch noch in Exodus, die Möglichkeit, seine ach so unterdrückte Weltsicht Stück für Stück unters Volk zu bringen. Wehe uns allen, wenn derartige Positionen in unserem Land wieder einmal mehrheitsfähig werden. Denn spätestens dann wird die Kriminalitätsrate eklatant in die Höhe schießen – nur wird es sich wie gehabt um Staatskriminalität handeln! Und dass die, die heute großmäulig nach Meinungsfreiheit schreien, diese selbst gewähren, kann getrost verneint werden.

  • Es ist eigentlich müßig, auf die Tiraden des Herr Biergans einzugehen, eine unappetitliche Mixtur aus moralisierenden Phrasen, Unterstellungen und persönlichen Diffamierungen, die auf eindrucksvolle Weise die Überschrift meines Beitrags bestätigt: Realitätsverlust und moralische Hybris. Auf zwei Punkte möchte ich dennoch der guten Ordnung halber eingehen:

    1. Herr Biergans behauptet, die Zuwandererquote in Sachsen betrage nur 0,42%. Das ist eine offenkundige und nachweisbare Lüge. Der Bevölkerungsanteil von Zuwanderern in Sachsen betrug zum 31.12.2017 1,3%, also mehr als das Dreifache. Diese 1,3% stellen übrigens 10,4% der registrierten Tatverdächtigen in Sachsen.

    2. Ich halte es für eine bodenlose Dreistigkeit, die weitaus überproportionale Kriminalität von Zuwanderern mit den Verhältnissen in den Flüchtlingsunterkünften nach dem 2. Weltkrieg zu vergleichen, wo es ums nackte Überleben ging. Kein Zuwanderer muß in Deutschland unter Hunger, Kälte oder Mangel an Kleidung leiten und rauben oder stehlen, um das eigene Überleben zu sichern. Diese Gleichsetzung ist eine Verhöhnung der Leiden der Opfer des 2. Weltkriegs, zu denen auch Millionen Vertriebene zählen.

    Im übrigen sind die Einlassungen von Herrn Biergangs ein schönes Beispiel für das Verhältnis mancher Linker zu Demokratie und Meinungsfreiheit. Grundgesetzlich garantierte Freiheiten billigt er nur jenen zu, die seinem eigenen Weltbild huldigen. Andersdenkende sollen ausgegrenzt und mundtot gemacht werden. Das erinnert fatal an die Denkweise und Praktiken der roten und braunen Sozialisten. Dass der Herr mit keinem Wort auf die von mir genannten Fakten eingegangen ist, offenbart zudem, dass eine sachliche Auseinandersetzung von diesem selbsternannten "Moralisten" gar nicht gewünscht wird.

  • Achim Biergans

    AfD-Sprech in Exodus – muss das sein!!!
    Liebe Freunde der Exodus-Redaktion,
    wieder eine sehr schöne, interessante und überzeugende Ausgabe, aber muss dann das sein? Liegt die vielfach mit rassistischen Motiven unterlegte Debatte über Flüchtlinge nicht sowieso schon wie Mehltau über unserer Gesellschaft, als gäbe es keine größeren Probleme und Sorgen? Warum muss dem Denken der AfD dann jetzt auch noch in Exodus Raum gegeben werden, wo es doch andere weitaus wichtige Themen gibt – z.B. dem, dass braune Horden wieder ungeniert durch unsere Straßen ziehen - mit denen wir uns auseinandersetzen sollten? Von einem Magazin wie Exodus sollte man erwarten können, dass, wenn man dann schon ein solches Thema anpackt, wenigstens neue Aspekte angesprochen werden und eine differenzierte Betrachtung eingebracht wird. Die erneute Betonung undifferenzierter und von der AFD hundertfach herausgebellter Positionen, die Frank W. Haubold hier scheinbar brav vorträgt, erscheint mir hingegen wenig hilfreich, um den sachgerechten Diskurs über diese schwierige gesellschaftliche und moralische Fragen zu vertiefen. So platt und oberflächlich, wie er sich an Begrifflichkeiten und Kriminalitätsstatistiken abarbeitet, sollte man dies sicherlich nicht tun und erst recht nicht veröffentlichen. Als relativ wohlhabender und gemütlich lebender Mitteleuropäer (oder Sachse, ein Bundesland mit einem Flüchtlingsanteil von 0,42%) sollte er sich lieber fragen, woher wir uns eigentlich das Recht nehmen, ein so großes Stück vom Kuchen der Weltressourcen zu beanspruchen. Oder wie weit es eigentlich mit unserer Moral bestellt ist, wenn sie nicht universell und nur für die „Deutschen“ (vielleicht auch hier noch nicht einmal für alle) gilt. Ein jeder von uns erwartet doch ganz selbstverständlich, dass für den Fall, dass wir einmal bei einer teuren Kreuzfahrt zufällig über Bord gehen sollten, tagelang und bis zum Erfolg nach uns gesucht wird. Nein, dieser Anspruch erscheint für Flüchtlinge dann doch wohl ein wenig übertrieben! Welchem moralischen Kontext entnehmen Menschen wie Haubold das scheinbare Geburtsrecht, dass uns reichen Mitteleuropäern nahezu alles zusteht und den vielen, vielen anderen in der Welt beinahe nichts - na ja vielleicht halt doch das Hemd auf dem Leib, aber mehr – muss doch nicht sein, selbst schuld, warum ist man auch woanders zur Welt gekommen!
    Natürlich ist es auch für mich keine Frage, dass Europa und Deutschland durch die Aufnahme von Menschen aus anderen Ländern nicht die Probleme dieser Welt lösen und dass dies der Welt insgesamt auch wenig nützt. Nichtsdestotrotz nehmen wir natürlich gut ausgebildete Ärzte und Ingenieure gern. Sollen die in ihren Ländern doch selber sehen, wer sie behandelt und ihre Brücken baut.
    Mit seiner Diskreditierung und Diskriminierung von Menschen macht es sich der liebe Herr Haubold dann doch ein bisschen sehr einfach – und leider, leider läuft ihm auch nur ein Drittel seiner Leser davon! Das die Kriminalitätsrate von Menschen höher liegt, die in schwierigen sozialen Verhältnissen leben und die oftmals in ihren Heimatländern aus der Not geboren auch andere Überlebensstrategien gelernt haben, als so brave offensichtlich mit sich selbst zufriedene Mitteleuropäer wie Herr Haubold, dürfte wohl für jeden nachvollziehbar sein.
    Ich verweise in diesem Zusammenhang nur auf die hohe Kriminalität in Flüchtlingslagern deutscher Vertriebener nach dem 2. Weltkrieg, in denen Straftaten und Gewaltverbrechen an der Tagesordnung waren. Oder an den Umgang der Deutschen mit der Ehrlichkeit kurz nach dem Krieg. Viele Ältere erzählen heute noch mit verhaltenem Stolz davon, was und wie viel sie damals geklaut, geschmuggelt und organisiert haben. Wer nicht erkennt, dass Menschen wenn sie unter sozialem oder existenziellen Druck stehen in ihrer Not gefährdeter sind kriminell zu werden, der ist entweder ein Agitator, der Hetze betreibt – und darauf deutet bei Herrn Haubold einiges hin, wenn man seine sonstigen politischen „Statements“ im Internet liest - oder eben einfach nur dumm. Selbstverständlich müssen Lösungen her, für die zahlreichen Probleme dieser Welt und auch für die daraus resultierenden Flüchtlingsströme. Aber diese sollten dann zumindest halbwegs von einer universellen Moral getragen werden. Ich empfehle jedem auf sich selbst bedachten Mitteleuropäer zumindest einmal den Versuch zu machen, sich in die Lage von Menschen zu versetzen, die praktisch von fast nichts leben und auch noch ihre Familien ernähren müssen. Sind gerade wir es doch, die mit unserem Lebensstil die Menschen in existenziell schwierige Situationen treiben, sodass ihnen fast nichts anderes übrig bleibt als gefährliche und sicher nicht so gemütliche Wege - wie sie Herr Haubold möglicherweise alltäglich beschreitet – einzuschlagen, um nach Europa respektive Deutschland zu kommen. Sind nicht vor allem wir, unsere Regierungen, unsere Konzerne es, die überall auf der Welt den dort lebenden Menschen ihre Lebensgrundlagen abgraben und sie in Stellvertreterkriege treiben? Sind nicht wir es, mit unserem wirtschaftlichem und auch Konsumentenverhalten, die zu großen Teilen dazu beitragen, dass Menschen keinen anderen Weg als den nach Europa sehen. Der vor der afrikanischen Küste von europäischen Fangflotten gefangene Fisch schmeckt ja ach so lecker. Was sollen wir denn mit unseren Hühnerfleischresten auch sonst schon tun, wo wir doch nur das Filet und die Schenkelchen so lecker gegrillt servieren, als sie nach Afrika zu „verkaufen“, womit wir dann dort alle Systeme der Eigenwirtschaft zerstören – rülps, ach wie bin ich doch so satt! Würde nicht auch ein Herr Haubold jede Möglichkeit – also auch den des Asylantrages – nutzen, wenn er anderswo alltäglich um sein Überleben kämpfen müsste?
    Ja Moral und Rechtschaffenheit zu predigen ist so einfach, wenn man vom hohen Ross herunter über Andere urteilen kann und dies dazu dient, eigene Pfründe zu sichern. Ein Blick in die Steuerklärung reicht da oftmals schon aus, wenn man sehen will, wie weit es mit der eigenen Rechtschaffenheit bestellt ist und wie schnell viele dazu neigen, sich kriminell ein kleines, aber eigentlich unnötiges Vorteilchen zu verschaffen.
    Eine mehrseitige Debatte über die politische Dimension der deutschen Science Fiction - wer wollte diese ernsthaft bestreiten - scheint eher absurd, wenn an gleicher Stelle in Exodus rückwärtsgewandten Positionen Raum gegeben wird. Steht gute Science Fiction nicht doch in der Tradition von Fortschritt und gesellschaftlicher Weiterentwicklung. Die Perspektive der Weltgemeinschaft ist auf Dauer die einzige realistische, wenn wir überleben, uns weiterentwickeln und die Probleme dieser Welt in den Griff bekommen wollen. Autorinnen wie Ursula K. Le Guin, Philip K. Dick, George Orwell und viele andere haben u.a. in ihren Schriften für freiere und gerechtere Gesellschaften gestritten und würden sich im Grabe herumdrehen, wenn sie erführen, dass innerhalb ihres Genres derart inhumanes Denken verbreitet wird. Und wenn man sich in Exodus schon mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzen will, dann sollte man dies vor allem mit dem immer stärker aufkeimenden Rassismus und Revanchismus in unserem Land tun. In jedem Fall sollte man nicht Menschen, die genau in dieses Horn pusten, auch noch weiteren Raum geben. Denn es ist nicht die Stunde, die Weiterverbreitung des Mehltaus zu fördern, sondern dazu beizutragen, den Mehltau des Rassismus, der sich mehr und mehr über unsere Gesellschaft legt, einzudämmen und zu vertreiben. Und dazu sind wir alle aufgerufen - auch die Exodus Redaktion. Also bitte nächstes Mal noch einmal nachdenken, bevor man so etwas veröffentlicht. Denn derartige AfD-Positionen haben in Exodus nach meinem Eindruck - auch in der Tradition des Heftes - nichts zu suchen. Sehr schade, dass - zumindest für mich - der Gesamteindruck von einer doch sehr guten Ausgabe, durch einen Beitrag von nur einer Seite so stark überlagert wird.
    Übrigens, Respekt vor Heidrun Jänchen, die sich auf das Lebensgefühl Anderer einlässt und eigenes Verhalten kritisch beleuchtet und in Zusammenhang stellt.

    ************************************
    Anm. d. Red.: Vielen Dank für diese sehr ausführliche Stellungnahme.
    Eine wertfreie Darstellung beider kontroverser Meinungen muss aus unserer Sicht möglich sein.
    Wie denken die anderen EXODUS-Leser darüber?
    **************************
    Aus aktuellem Anlass weisen wir darauf hin, dass die Redaktion sich das Recht vorbehält anonymisierte Kommentare von einer Veröffentlichung auszuschließen!

    Kommentar zuletzt bearbeitet am vor 1 Monat von René Moreau

Einen Kommentar verfassen

Als Gast kommentieren

0 Zeichen Beschränkung
Dein Text sollte mehr als 10 Zeichen lang sein
Deine Kommentare erfordern die Moderation durch den Administrator
Nutzungsbedingungen.

Warenkorb

Es befinden sich keine Artikel im Warenkorb.
 

Leserkommentare

Arnold Spree
Die neoliberale Doktrin des unendlichen Wirtschaftswachstums und die damit implizierten Folgen, näml...
Frank W. Haubold
Ohne auf die neuerliche Tirade des Herrn Biergans eingehen zu wollen (Trolle sollte man nicht fütter...
Herrmann Ibendorf
Jede Form von Literatur ist ja per se politisch – aber „Wie politisch ist die deutsche Science Ficti...
Achim Biergans
Eine große Debatte über Menschen wie Herrn Haubold und seine Positionen erscheint mir nach wie vor w...
Frank W. Haubold
Es ist eigentlich müßig, auf die Tiraden des Herr Biergans einzugehen, eine unappetitliche Mixtur au...
Achim Biergans
AfD-Sprech in Exodus – muss das sein!!!
Liebe Freunde der Exodus-Redaktion,
wieder eine sehr...
Ellen Norten
Kurze Rückmeldung zu Exodus Nr. 36. Schon allein die edle Aufmachung machen den Band zu einem Kleino...
Ellen Norten
Kurze Rückmeldung zu Exodus Nr. 36. Schon allein die edle Aufmachung machen den Band zu einem Kleino...
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen