(1865-1918) war zu seinen Lebzeiten als Verfasser utopisch-technischer Novellen, die er selbst als »Zukunftsnovellen« oder einfach »Novellen« bezeichnete, bekannt und geschätzt. Nach und neben mehreren Gedichtbänden und Theaterstücken, die seit 1887 (teilweise unter dem Pseudonym Carl Friedland) entstanden sind, erschien um die Jahreswende 1903/1904 unter dem Titel »Im irdischen Jenseits« seine erste Sammlung von Zukunftsnovellen, der die Sammlungen »Menschen von morgen« (1905), »Feinde im Weltall?« (1907) und »Der Marsspion« (1908) folgten. Bis 1914 erschienen noch mehrere vereinzelte Novellen.

Von Carl Grunerts Prosa, die man heute wohl zu einem großen Teil als »Scientific Romances« oder sogar als »Science Fiction« bezeichnen würde, haben nur einige wenige die Zeit seit ihrer ersten Veröffentlichung zu Anfang des 20. Jahrhunderts vorwiegend deshalb überdauert, weil sie in den siebziger und achtziger Jahren vereinzelt in Kurzgeschichten-Sammlungen nachgedruckt worden sind. Der größere Teil seiner Novellen - Romane hat er, soweit bekannt, nicht geschrieben, jedenfalls nicht veröffentlicht - ist aber, ebenso wie seine Gedichte und Theaterstücke, inzwischen weitgehend aus dem Blickfeld geraten.

Grunerts Novelle »Der Ätherseelenmensch«, die in EXODUS 20 im reprografischen Nachdruck vorliegt, war lange Zeit verschollen und wurde erst im Jahr 2005 von Detlef Münch wieder entdeckt in dem Band ›ARENA: Oktavausgabe‹ von »Über Land und Meer«, herausgegeben von Rudolf Presber, aus dem Jahr 1913/14.

In der DvR-Schriftenreihe hat Dieter von Reeken das Werk von Carl Grunert im Neusatz wieder zugänglich gemacht. Mehr Informationen zu den lieferbaren Titeln sowie zum Autor Carl Grunert unter unserem Homepagelink weiter unten.

In EXODUS 20 (Dez. 2006) erschien die Erzählung »Der Ätherseelenmensch« als Nachdruck aus dem Jahr 1913.

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