Götterdämmerung: Das Licht von Duino

Abschluß der Trilogie

Olaf Kemmler berichtet zum Roman: »Das Licht von Duino« bildet den Abschluss der »Götterdämmerung-Trilogie«, in der sich die Menschheit göttergleichen Feinden gegenübersieht. Miriam Katana war mit der NEMESIS aufgebrochen, um eine Sternenbombe im Herzen des Feindeslandes detonieren zu lassen. Zunächst hatte es so ausgesehen, als sei das Unternehmen geglückt. Doch die NEMESIS und ihre Besatzung bleiben verschollen und es gibt Hinweise, dass der Feind nicht vernichtet worden ist. Jetzt ist Kommandant Raymond Farr mit der HEMERA unterwegs, um nach Miriam zu suchen, die von der »Regentin« in einem Labyrinth im Grauen Land gefangen gehalten wird.

Soweit klingt es wie eine klassische Space Opera, doch den Leser erwartet etwas anderes. Wo »Star Wars« wie ein naives Märchen daherkommt, erzählt Frank W. Haubold eine reife, erwachsene Geschichte, und das nicht ohne Anspruch. Der Autor weiß mit der deutschen Sprache umzugehen. In dieser Hinsicht drängt sich mir ein Vergleich mit Dan Simmons' »Hyperion« auf. Das Aufgebot an handelnden Figuren, die alle ihre eigenen mysteriösen Ziele verfolgen, ist beachtlich. Da wären zum Beispiel der Orden der heiligen Madonna der letzten Tage, der Großreeder Leandros und dessen Berater Dr. Procturro. Wer ist der Mann, der die Gestalt des Rocksängers Jim Morrison angenommen hat, wirklich und was führt er im Schilde? Auch der Dichter Rainer Maria Rilke mischt in dem Spiel mit. Vom »Weltenbaum« aus beobachtet er das Geschehen und greift gelegentlich ein. Rückkehrer aus der Zukunft haben eigene Interessen, die Entwicklung in ihrem Sinne zu beeinflussen.

»Das Licht von Duino« ist also eine ungewöhnliche, sehr phantasievolle Space Opera mit surrealistischen Zügen. Gelegentlich sind die Figuren und ihre Ziele etwas zu mysteriös, wodurch eher ein leises Gefühl von Verwirrung entsteht, als die Frage, wie es weitergeht. Aber dann kommt ja das große Finale mit einigen Auflösungen ...

Aus dem Buchklappentext:
Jenseits der bewohnten Welten, im Grauen Land, drohen tödliche Gefahren. Doch Raymond Farr und seine Gefährten sind fest entschlossen, die Suche nach der verschollenen Mannschaft der Nemesis fortzusetzen. Noch ahnen sie nichts von der gewaltigen Streitmacht des Feindes, die nur ein Ziel kennt: die Vernichtung der Föderation. Aber auch die Menschen finden Verbündete wie den Dichter Rilke oder den zwielichtigen Mr. Morrison, dessen Rolle sich erst nach und nach offenbart. Selbst aus der Zukunft versuchen Rückkehrer Einfluss zu nehmen und die sich anbahnende Katastrophe doch noch zu verhindern. Und auch die Odyssee der Hemera geht weiter und führt direkt in das Herz der Finsternis, wo sich das Schicksal der Menschheit entscheidet.«

Weitere Infos zum Autor:
Frank W. Haubold war zuletzt mit »Am Ende der Reise« in EXODUS 28 vertreten und belegte mit eben jener Kurzgeschichte prompt den 1. Platz beim Kurd-Laßwitz-Preis in der Kategorie »Beste deutschsprachige SF-Erzählung mit Erstausgabe 2011«.
Eine weitere Erstveröffentlichung aus der Feder des Autoren dürfen wir bereits heute ankündigen: »Feenland«, so der Titel der Geschichte, erscheint in unserer kommenden Ausgabe EXODUS 34.

Die beiden ersten Teile der GÖTTERDÄMMERUNG, »Die Gänse des Kapitols« und »Das Todes-Labyrinth«, sind indess natürlich weiterhin lieferbar. Neben dem regulären Paperback bietet der Verlag eine sehr schöne Hardcover-Ausgabe für Sammler (mit Lesebändchen) an, ebenfalls natürlich auch die entsprechende eBook-Variante. Mehr zu diesen Titeln und dem Abschlussband gibt es auf der Verlagsseite.

Die sehr schönen Titelbilder zur Serie stammen im übrigen alle von Timo Kümmel, dem diesjährigen Preisträger des Kurd-Laßwitz-Preises, der in unserer aktuellen EXODUS 33 seine Werke auf nahezu 20 großformatigen »GALERIE«-Farbseiten vorstellt.

Mehr über den Autor verrät seine eigene Homepage.


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen
Ok