Bernd Karwath - am Baum der Art zum Blatt geworden 1958 in Biberach an der Riß, widmete sich im archaischen 20. Jahrhundert noch älteren Sagen und Mythen sowie dem Studium künftiger Weltgeschichte in einer gehefteten Enzyklopädie bei Moewig und Pabel. 1973 läutete Big Ben mit seinem von Blitzen geschüttelten Zifferblatt den Namen H.G. Wells ein. Letzterer mutete seinem Entdecker in einer bunkerträchtigen Nachtschicht als Fernschreiber einen halsbrecherischen Abstieg in die Höhlen der Morlocks zu. Der Kulturschock war beträchtlich: Wells´ Werke - Geschichte(n) aller Zeiten – stellten die Gegenwart ins Museum der Zukunft und das Bewusstsein vor neue Weiten. Nach Bunker und Studien wirkte er grafisch und als Texter an der Entwicklung von Fantasy-Computerspielen mit. Seit 1984 veröffentlicht er in FANTASIA beim EDFC. Im Kreis Tübingen zehrt er wandernd vom Reiz der Alb und übt sich als Übersetzer und Wortfänger mit silbengeknüpftem Schmetterlingsnetz. Er ist – aber was ist Sein? Es könnte der Punkt sein, von dem aus das Experiment der Worte mit dem Staunen der Sinne ins Personalienfremde entweicht, wo auf Narben Blumen blühen und hinter Schatten Sterne ziehen.

Seine Kurzgeschichten in EXODUS:
16: »Die Stadt« (Dez. 2004)
17: »Archaeopteryx« (Juni 2005)
18: »Schatten im Gang« (Dez. 2005)
19: »Hab keine Angst« (Juni 2006, Nachdruck aus FANTASIA 100, 1996)
20: »Wie ein Wind« (Dez. 2006)
21: »Die Wand« (Juni 2007)